Samstag, 28. Mai 2011

Tag 3 - Von Flusstal zu Flusstal

Die Sonne begleitet uns auf dem Weg aus Eichstätt. Es geht gleich zur Sache. Hinaus aus dem Tal der Altmühl, hinauf nach Adelschlag. Der erste Anstieg ist noch lockerer Frühsport, aber ein Blick auf die Karte verspricht, dass es (fast) den ganzen Tag so weitergehen wird. Hinunter zur Donau und wieder hinauf nach Hohenried, bergab zur Paar und wieder hinauf –und wieder hinab zur Ilm und wieder hinauf – und (genau) wieder hinab (diesmal) zur Amper. Unterbrochen wird unser „Flüssehopping“ nur durch einen guten Mittagsimbiss in Schweitenkirchen. Dort hat man sich in punkto Schnelligkeit selbst übertroffen. Innerhalb einer guten halben Stunde sind wir mit Rinderbraten und hausgemachten (wirklich!) Spätzle sowie Salat (wir haben noch keine Angst!) gesättigt und es geht weiter. Jetzt 30 lockere Kilometer entlang der Amper bis nach Mosburg. Der Regen droht uns zwar, aber er erreicht uns nicht. Dafür soll es in Bad Reichenhall Bindfäden geregnet haben. Uns erreicht dafür ein Anruf von Klaus (Maria). Er ist aus Eschenbach nach Buchbach gefahren und schon um 16 Uhr im Hotel. Wir lassen uns ein wenig länger Zeit, schließlich müssen wir ja noch aus dem Tal der Isar hinauf nach Schachtsberg. In Taufkirchen genießen wir unseren Nachmittagskaffee direkt am Rathaus. Wie so oft gibt es nach uns keinen Kuchen mehr. Die elf Kilometer auf dem Straßenschild nach Buchbach entpuppen sich als „geschätzt“. Unsere nach Karte geplanten zwanzig Kilometer sind da schon realistischer. Ein letzter Hügel – und vor uns liegt Buchbach. Schon von weitem hören wir die musikalischen Klänge (nein, diesmal ist es nicht Heiko der einen Oldie nach dem anderen pfeift) von Bayern 1. Der Radiosender macht in Buchbach Station mit seiner Sendereihe „Bayerns beste Bayern“. 465 Kilometer an drei Tagen: wir sind auch so etwas wie „Hessens beste Hessen“.


Freitag, 27. Mai 2011

Tag 2 - Wo schläft Stephan?

Jürgen hat Geburtstag. Wir untermalen das Frühstück „in der Alm“ mit einem mehr oder weniger gelungenen Geburtstagsständchen und machen uns auf den Weg. Zuvor verabschieden wir uns herzlich. Was unser Gastronom so alles über Autos und Motoren weiß: beeindruckend – und in der Garage (in der unsere Fahrräder über Nacht Platz fanden) steht sein Hobby: Oldtimer. Gut, dass es für Ersatzteile jetzt auch das Internet gibt.
An der Tauber rollt es gut in Richtung Rothenburg, trotzdem: die kleinen Stiche kosten auch Kraft. Harald ist da. Steffi hat ihn gebracht und jetzt ist er bis Mostar dabei. Also sind wir jetzt 19. Über die Frankenhöhe geht es schnell in Richtung Leutershausen und schon sind wir im Tal der Altmühl. Mittags lassen wir uns im „Roten Ochsen“ in Großenried nieder. Man macht uns Leberkäse mit Pommes. Wir tanken Kraft und radeln dynamisch weiter. Der Rückenwind hilft uns und auch der Platten von Jörg kann uns nicht aufhalten. Die Sonne hält sich zurück – der Regen aber auch. Wir freuen uns auf die Kaffeepause in Pappenheim. Das Cafe gehört uns – und dann treffen wir eine richtige Entscheidung: wir fahren noch einmal in die Berge, verlassen den gemütlichen Altmühlradweg und strampeln hoch auf die Frankenalb. Wir schaffen das ohne Probleme, auch die Abfahrt nach Eichstätt (12%) und kommen kurz nach 19 Uhr im Gasthof Trompete an. Stephan ist auch schon da. Die Irritationen um die richtige Schlafstatt klären wir schnell. In unserem „sechser Appartement“ gibt es noch eine Schlafcouch – und wo sechs nächtigen, da kann auch ein Siebter sein Haupt zur Ruhe legen. Natürlich nimmt man sich wieder unserer Trikots an – toll am nächsten Tag „ganz frisch“ an den Start gehen zu können, wenn davon auch nach sechs Kilometern und 150 Höhenmetern nicht mehr viel zu spüren (und zu riechen) sein dürfte. Zu arbeiten haben wir in jedem Fall an den großen Schäufele, die uns zum Abendessen serviert wurden.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Tag 1 - Geschichte wiederholt sich doch (oder?)

Wer vor zwei Jahren dabei war, der erinnert sich an den Wolkenbruch vor Biedenkopf. So dramatisch sollte es an unserem diesjährigen Starttag nicht werden – wir sind dem Regen einfach davon gefahren; nur auf den letzten zehn Kilometern bekamen wir es mit einigen Tropfen zu tun. Aber der Reihe nach: kurz nach halb sechs, keine Wolke zeigt sich am Himmel –und es ist erfrischend kühl – treffen sich die ersten Radler im Hessenring. Nico und Harald geben ein Gastspiel: sie begleiten uns bis Babenhausen. In Königstädten wartet Dietrich und im Wald vor Mörfelden „finden“ wir Rudi. Alf (und Petra) warten an der Bahnschranke und jetzt sind wir eigentlich fast komplett. Bernd und Gabriele kommen in Babenhausen dazu. Gabriele wohnt in Offenbach und wollte nicht extra nach Bischofsheim fahren (akzeptiert), Bernd lässt sich von Petra im Auto nach Babenhausen bringen und wollte einfach nur 50 Kilometer weniger fahren (nicht akzeptiert). Wie dem auch sei – Nico, Harald und Petra fahren nach dem Frühstück zurück und wir weiter. Jetzt gibt es kein „Aus- und Einsteigen“ mehr. Wir rollen über Großostheim zum Main, dann nach Süden bis Miltenberg und zum Mittagessen im „Ritter“ treffen wir uns in Eichenbühl. Die Käsespätzle geben Kraft für den langgezogenen Anstieg nach Hardheim und den Stich bei Schweinberg. Wer unsere Trikots genauer ansieht, wie das ältere Ehepaar vor dem Cafe Weber in Lauda, der kann es einfach nicht glauben: „Was – bis nach Griechenland?“ – aber ein zweiter Blick auf die vielen Touren der Vorjahre verwandelt das Erstaunen in Respekt. Der Tauberradweg meint es gut mit uns und lässt uns Kraft für die kommenden Tage sparen. Jochen kennt ein paar (kleine) Abkürzungen, und so sind wir pünktlich um 18.30 Uhr in Röttingen. Im Gasthof „Zur Alm“ erwartet man uns schon. Wäsche waschen ist überhaupt ein Problem – Service für die Radler – und auf das Abendessen darf man sich nach 180 Kilometern wohl doch freuen? Alf hebt die Freude noch, er übernimmt die erste Runde. Warum? Na ja, er hat kurz zuvor ein Bierglas zerschlagen. Aber: 50 Kilometer weniger sind doch eigentlich mehr wert als ein zerschlagenes Bierglas. Oder?

Dienstag, 24. Mai 2011

Gute Wünsche auch aus Frankreich

Die EuroRadler-Tour 2011 findet großes Interesse – sogar im benachbarten Ausland.

Letztes Jahr im Juli war eine Radgruppe aus Douvres-la-Délivrande (Normandie) zu ihrer Partnergemeinde Oerlenbach (bei Schweinfurt) unterwegs und wurde von den Euroradlern durch den Kreis Groß-Gerau begleitet. Das Foto zeigt die Begegnung der Radler an der Kornsand-Fähre.

Der Organisator dieser Gruppe hat sich jetzt per Email gemeldet:

From: famille Fleury [mailto:mi-fleury@orange.fr]
Sent: Mittwoch, 18. Mai 2011 16:25
To: info@euroradler.de
Subject: Eurotour2011

Bonjour à vous tous

Je vous souhaite bon courage, pas d'accident, et envoyer nous des images

L'équipe du Radtour 2010 et maintenant eurotour2011 ::
http://www.eurotour2011.eu/

Amitiés de Normandie ( France )
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Guten Tag an euch alle.

Ich wünsche euch viel Glück, keine Unfälle, und schickt uns eure Bilder.

Die Equipe der „Radtour 2010“ und jetzt der „Eurotour 2011“:
www.eurotour2011.eu

Liebe Grüße aus der Normandie (Frankreich)
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Ich habe mich im Namen der Euroradler bedankt und den Freunden ebenfalls eine glückliche Tour gewünscht. Sie veranstalten übrigens in diesem Jahr eine Sternfahrt nach Brüssel und treffen sich dort mit den Radlern der Partnergemeinde.

Sonntag, 22. Mai 2011

Komfort auch nach der Ankunft

Die Seifenpaste aus der Tube gehörte viele Jahre zu den nicht wegzudenkenden Utensilien aller Fernradfahrer. So wie der Schlauch oder die Ersatzspeiche hatte man .... aus der Tube einfach dabei. Jetzt ist das oft anders. Viele "Radlerhotels" bieten einen Wäscheservice an. So auch auf der aktuellen Tour der Euroradler.



Samstag, 21. Mai 2011

Nur noch vier Tage

Der Start ist Kult. Pünktlich um 6 Uhr soll es los gehen. Wir in den neuen hellblauen Trikots, vielleicht eine Windjacke - bitte aber keine Regenjacke, und dann nichts wie ab Richtung Osten. Unterwegs in Mörfelden kommen Rudi und Alf dazu, in Babenhausen Gabi und später beim Mittagessen Bernd. Dann sind wir komplett. Mit 19 Radlern geht es nach Franken. 176 Kilometer wollen wir am Donnerstag fahren.


Wer Lust hat, kann an diesem Tag gerne ein paar Kilometer dabei sein. Nur bitte nicht vergessen: Start ist pünktlich um 6 Uhr im Hessenring 62.

Montag, 16. Mai 2011

Griechenland-Tour 2011 startet am 26. Mai

Nur noch wenige Tage – dann starten die EuroRadler zu ihrer großen Balkantour mit dem Ziel Peloponnes. Die Spannung steigt – nicht nur bei den Teilnehmern, sondern auch bei ihren Familien und Freunden sowie bei den aktiven Radlern, die dieses Mal nicht dabei sein können.

Damit alle Interessenten und Sympathisanten an dem Abenteuer teilhaben können, wird Thomas Will auch in diesem Jahr wieder in gewohnter Weise an dieser Stelle jeden Abend von den Tagesetappen berichten – sofern die nötige Infrastruktur vor Ort vorhanden ist.

Noch ein Hinweis: Sie als Leser des Tagebuchs haben die Möglichkeit, jederzeit Ihre Kommentare und Grüße an die EuroRadler zu senden. Klicken Sie einfach auf den Link „Kommentare“ am Ende des Tagesberichts. Die EuroRadler on Tour freuen sich über jeden Gruss aus der Heimat!

Erstmals können Sie in diesem Jahr die Route der EuroRadler auch auf der Landkarte verfolgen. Alle Tagesetappen sind nach dem aktuellen Planungsstand unter
http://www.euroradler.de/strecken_2011.htm einsehbar. Die Karten lassen sich übrigens beliebig tief zoomen, so dass jedes Detail der Strecke sichtbar wird.

Bevor es jetzt losgeht – blättern Sie doch einfach mal in diesem Blog zurück und genießen Sie die die Erinnerung an die letzten großen Europatouren!